Stellungnahme: Ausstattung unserer Schulen mit Tablets

Zum vieldiskutierten Thema „Tablets für Mendener Schülerinnen und Schüler nimm Julia Prowe, sachkundige Bürgerin für die SPD im Schulausschuss Stellung:

Man könnte die Tablets sofort zur klassenweisen Nutzung in die Schulen geben. Und dann im nächsten oder übernächsten Schulausschuss den langfristigen Einsatz, insbesondere auch die Ausstattung der einzelnen SchülerInnen, beschließen. Dazu müssen aber der Medienentwicklungsplan und ein Konzept der Verwaltung vorliegen, in denen geklärt ist, wer (welche Klassen/Jahrgänge) auch in den kommenden Jahren ausgestattet werden sollen, zu welchen Beteiligungskosten, was mit den Geräten nach der Laufzeit passiert (gehen sie dann ins Eigentum der SchülerInnen über oder zurück an den Träger?), wie es im Verlust- oder Schadensfall läuft (müssen Eltern dann das gesamte Gerät ersetzen?), ob es eine Versicherung gibt zu welchen Konditionen etc., welchen Möglichkeiten es für Eltern gibt, die den Eigenanteil nicht leisten können etc.

Vermutlich nicht ohne Grund hatte die Verwaltung ja die Beschlussvorlage zurückgezogen. Ohne Antworten auf diese Fragen kann das politisch verantwortlich nicht entschieden werden. Ich verstehe den Frust der Schulen, die ihre Hausaufgaben längst gemacht haben, die nämlich die Konzepte fertig haben. Aber genauso wichtig ist das Konzept der Verwaltung zur Umsetzung mit Rechtssicherheit für alle Beteiligten auch für die nächsten Jahre. Dass dieses Konzept noch nicht fertig war, hat mich gewundert und das finde ich bedauerlich, eben weil es schnellgehen muss – nicht zuletzt, weil der Markt für die Geräte ja völlig abgeräumt ist.

Aber das alles soll und kann ja hoffentlich im nächsten Schulausschuss im Januar verabschiedet werden.

Julia Prowe

Lehrerin und sachkundige Bürgerin im Schulausschuss