 |  |
 |  |  |  | 27. Juli 2011 |
 |
Allen frohlockenden Befürwortern eines Lücken-schlusses des A 46 zwischen Hemer und Neheim sei die Sondersitzung des Rates der Stadt Menden vom 26. Januar 2010 mit der Erörterung der Rohfassung der Umwelt- verträglichkeitsstudie im Rahmen des Linien- bestimmungsverfahrens in Erinnerung gerufen: Die Sondersitzung hat aufgezeigt, dass ein Weiterbau der A 46 zu erheblichen Einflüssen für Mensch und Natur gerade auf dem Gebiet der Stadt Menden führen wird. Die Sondersitzung hat veranschaulicht, dass es bei den bisherigen Planungen keine Rolle spielt, ob es für den Bereich Horlecke zu einer Brücken- oder Tunnellösung kommt. In beiden Fällen würde die Autobahn bis zu den Oeseteichen und auf der anderen Seite ab dem Waldfriedhof Limberg überirdisch geführt. Dadurch würden bei beiden Lösungen heutige für den Menschen und die Tier- und Pflanzenwelt wichtige Rückzugs- und Schutzgebiete zerstört. Wohngebiete, die heute im Grüngürtel der Stadt liegen, würden zu direkten Nachbarn der geplanten Autobahn. Auch das auf europäischer Ebene erkämpfte FFH-Schutzgebiet würde zerschnitten. Die ursprüngliche Zielsetzung des Baus der A 46 – die Anbindung von strukturschwachen Gebieten und die verkehrliche Entlastung der Innenstädte- hat sich durch den kontinuierlichen Ausbau der Autobahnen A 1, A 2 und A 44, die das von der A 46 betroffene Gebiet umschliessen, erübrigt. Der Weiterbau der A 46 würde diese für Menden positiven Auswirkungen umkehren. Der von verschiedenen Seiten angeführte positive wirtschaftliche Effekt der A 46 ist kaum messbar und deshalb auch nicht nachzuvollziehen, weil die grössten Unternehmen des Stadtgebiets bereits heute in diesen Standort investieren, ohne dass der Weiterbau der A 46 nach fast vier Jahrzehnten der Planung derzeit auch nur annähernd absehbar wäre. Eine Entlastung der Bürger der Stadt Menden von vorhandenem Durchgangsverkehr ist nach Meinung des SPD-OV Menden durch die Umsetzung geplanter Maßnahmen wie der sog. Nordtangente finanziell und ökologisch effizienter erreichbar als durch den Weiterbau der A 46. Eine Entlastung der Bürger der Stadt Hemer und der dortigen Anwohner der B 7 lässt sich durch eine normale Ortsumgehungsstrasse erreichen. Für eine Ortsumgehung bedarf es aber keiner weitergeführten Autobahn, schon gar keiner Autobahn, die an der Edelburg endet. Deshalb: die weitere Planung des Lückenschlusses der A 46 zwischen Hemer und Neheim ist überflüssig. Die bisher diskutierte Linienführung ist als Ganzes abzulehnen. Ferner: in der Sondersitzung des Rates war auch zu vernehmen, dass die Fortführung der Planung des Lückenschlusses ein Angebot des Bundes sei. Ein Angebot kann man annehmen oder ablehnen. Der SPD-OV Menden lehnt dieses Angebot ab. Schließlich: weder Minister Voigtsberger (SPD) noch MdB Freitag (SPD) oder MdL Scheffler (SPD) waren bei der fraglichen Sondersitzung des Rates der Stadt Menden vom 26.Januar 2010 anwesend. Wären sie anwesend gewesen, hätten sie vermutlich die Willensbildung der SPD vor Ort teilen und ihre Erkenntnisse konstruktiv in ihre Gespräche an anderer Stelle einfliessen lassen können.
|  | Drucken ...
|  |  |  |
|  |  |  |  |
|  | |